- Konsolidierter Umsatz übersteigt erstmals 400 Mio. €
- Operative Ergebnismarge unter Vorjahresniveau
- Zahl der Beschäftigten steigt um 2,6 Prozent
Die Unternehmensgruppe Gegenbauer beendete das Geschäftsjahr 2011 mit einem moderaten Umsatzplus von 3,8 Prozent auf 402,6 Mio. €. In einem Marktumfeld, das insbesondere von anhaltendem Preisdruck sowie steigenden Lohnkosten geprägt war, lag die operative Ergebnismarge im angestrebten Zielkorridor, erreichte allerdings nicht das Niveau des Vorjahres.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Geschäftsjahres 2011 war die erhebliche Steigerung des Auftragseingangsvolumens um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. So gelang u.a. die erfolgreiche Positionierung beim bedeutenden Verkehrsinfrastrukturprojekt Flughafen Berlin Brandenburg (BER), zudem wurden namhafte und anspruchsvolle Auftraggeber aus den Bereichen politische Verwaltung, Technologie und erneuerbare Energien gewonnen. Darüber hinaus konnte die Stellung auf dem polnischen Facility Management-Markt weiter ausgebaut werden, wo Gegenbauer nunmehr an 12 Standorten vertreten ist.
Positive Beschäftigungsentwicklung fortgesetzt
In Folge der anhaltend positiven Unternehmensentwicklung stieg die Zahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt um 385 Mitarbeitende auf 14.947. Mit mehr als 300 Auszubildenden bleibt Gegenbauer einer der führenden Ausbildungsbetriebe der Branche. Dabei konnte insbesondere der Anteil junger Menschen mit Migrationshintergrund in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert werden. Doch auch Beschäftigten der Altersgruppe 50+ boten sich vielfältige Perspektiven. Ihr Anteil an der Gesamtbelegschaft erhöhte sich 2011 erneut leicht auf nunmehr 38 Prozent (Vorjahr 36 Prozent).
Mindestlöhne als bedeutendes Marktstabilisierendes Element
Die Aufrechterhaltung eines allgemeinverbindlichen Mindestlohns im Geschäftsfeld Gebäudereinigung sowie die 2011 erstmalige Einführung eines solchen im Markt für Sicherheitsdienstleistungen werden als Marktstabilisierendes Element ausdrücklich begrüßt. Ungeachtet der in diesem Zusammenhang auch für die Unternehmensgruppe Gegenbauer gestiegenen Belastungen leisten Mindestlöhne einen wichtigen Beitrag zu fairen Wettbewerbsbedingungen sowie zur angemessenen Honorierung körperlich anstrengender Tätigkeiten unter teils schwierigen Arbeitsbedingungen. Wie ein kürzlich veröffentlichtes Gutachten des Bundesarbeitsministeriums belegt, haben Mindestlöhne keinen negativen Einfluss auf die Beschäftigungsentwicklung, was sich durch die Wahrnehmung bei der Unternehmensgruppe Gegenbauer bestätigt.
Strategischer Erfolgsfaktor Personal
Qualifiziertes Personal ist auch im Facility Management einer der entscheidenden Wettbewerbsfaktoren. Die erfolgreichen Beteiligungen an den Arbeitgeberwettbewerben „Potenzial Mitarbeiter“ sowie „Berlins bester Ausbildungsbetrieb 2011“ bestätigen die vielfältigen, mitarbeiterorientierten Maßnahmen von Gegenbauer in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Gesundheitsmanagement und Diversity Management und bilden eine hervorragende Grundlage zur Gewinnung der geeigneten Mitarbeiter für die Herausforderungen von morgen.
Bedeutung des Facility Management wächst – Nachhaltigkeit als Topthema der Branche
Auch 2011 zeigte sich, dass Facility Management weiter in den Fokus der strategischen Unternehmensplanung rückt. Ursächlich dafür ist einerseits der anhaltende Wettbewerbsdruck, der den Bedarf nach mehr Transparenz über Immobilienprozesse sowie den Wunsch nach Standards und Rechtssicherheit wachsen lässt. Andererseits führen die sich zuspitzenden demografischen Engpässe auch auf Seiten der Auftraggeber zur weiteren Konzentration auf wertschöpfende Kernprozesse, was die Outsourcingpotenziale zusätzlich erhöht. Dabei erweitert sich die Perspektive des Facility Managements von rein immobilienbezogenen Prozessen zunehmend in Richtung nutzerbezogener Aspekte, was sowohl die Ansprüche an die Dienstleistung selbst als auch an die ausführenden Mitarbeiter verändert.
Angesichts sich verknappender Ressourcen, steigender Energiepreise und eines wachsenden Umweltbewusstseins wird das Thema Nachhaltigkeit als wichtigstes Zukunftsfeld den FM-Markt prägen, da die Optimierung der Bewirtschaftung im Bestand am ehesten durch das Facility Management zu beeinflussen ist. Darüber hinaus ist vor allem bei Neu- und Umbauprojekten eine ganzheitliche Betrachtungsweise erforderlich, die sowohl Investitionen in den Bau als auch die Bewirtschaftung und die Lebenszykluskosten berücksichtigt. In diesem Zusammenhang ist eine Verlagerung von der reinen Kosten- hin zu einer langfristig orientierten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wünschenswert.
Ausblick 2012
Die Unternehmensgruppe Gegenbauer plant, auch 2012 ihren profitablen Wachstumspfad konsequent weiter zu verfolgen. Während aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Risiken von einem anhaltend hohen Kosten- und Wettbewerbsdruck auszugehen ist, bilden die wirtschaftlichen, technologischen und nicht zuletzt demografischen Herausforderungen einer globalisierten Welt das Fundament für die Weiterentwicklung des FM-Marktes. Die damit verbundenen Veränderungsprozesse zu antizipieren und in praxisgerechte, kundenorientierte Konzepte für den Gebäudebetrieb zu überführen, wird die zukünftigen Aktivitäten der Unternehmensgruppe Gegenbauer maßgeblich bestimmen.

